Wahnsinn! Heinrichs Werksfahrer-Wunschtraum wird Wirklichkeit

2. Dezember 2025

Für diesen Vertrag hat das Würzburger Motorsport-Ass Laurin Heinrich alles gegeben: Der 24-Jährige bekam ein Angebot und unterschrieb als Werksfahrer bei Porsche.

Top-Einsatz für Laurin Heinrich 2026 im Porsche Hypercar

Ab 2026 darf Heinrich für den Stuttgarter Sportwagenhersteller bei großen Langstreckenrennen in den USA ein Hypercar pilotieren. „Ich bin unglaublich glücklich, dass Porsche mich in den Werkskader aufgenommen hat. Für einen Rennfahrer wie mich, der wahnsinnig hart dafür gekämpft hat und dem nichts in den Schoß gefallen ist, fühlt sich das an wie ein Olympiasieg. Darauf habe ich jahrelang hingearbeitet. Dass so viele Leute an mich geglaubt und mich unterstützt haben, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Jetzt freue ich mich total, dass ich unter anderem bei den legendären Rennen in Daytona und in Sebring in der höchstmöglichen Klasse fahren darf. Ein Traum wird wahr!“, so Heinrich.

Bei der „Porsche Night of Champions“ in Weissach empfing Motorsport-Chef Thomas Laudenbach den Youngster im Porsche Werksaufgebot mit warmen Worten: „Als Laurin Porsche-Junior wurde, haben wir sein großes Talent bereits erkannt. Dann wurde er später in der DTM ins kalte Wasser geworfen und hat sich gut geschlagen. In den USA gewann er nicht nur die Herzen, sondern auch den GTD Pro Titel. Wir werden von ihm in der Zukunft noch viel hören. Ich freue mich sehr, dass wir ihn an Bord haben.“

Heinrich, der in Würzburg geboren wurde und in Kürnach aufwuchs, begann seine Motorsport-Karriere im Kart. Dort sicherte er sich seinen ersten Titel als Swissauto250 Cup Champion. In der ADAC Formel 4 startete er 2017 im Family-Team mit Vater Harald als Mechaniker und Chauffeur des damals 16-Jährigen. Als das Geld ausging, musste Heinrich ein Jahr pausieren und stürzte sich stattdessen ins SIM-Racing. Am Computer besiegte er die Gegner auf den virtuellen Rennstrecken bis er 2019 die Chance auf ein Cockpit im Porsche Sports Cup Deutschland bekam. Dort überzeugte der 1,88 Meter große Abiturient mit seinem Talent und ihm gelang der Aufstieg in den Porsche Carrera Cup. In einem weltweiten Shoot-out setzte sich Heinrich Ende 2021 gegen die starke internationale Konkurrenz durch und bekam seine erste Förderung von Porsche. Als Porsche-Junior fuhr er im Porsche Mobil 1 Supercup und gewann 2022 den Titel im Porsche Carrera Cup Deutschland. Nach einem Jahr in der DTM schickte ihn Porsche als Vertragsfahrer in die USA. Dort holte er sich 2024 den IMSA-Titel in der GTD Pro Kategorie. Bei weltweiten Einsätzen in 30 Rennen mit sechs Siegen, sieben Podiumsplätzen und zwei Strecken-Rekorden untermauerte er in der Saison 2025 seine erfolgreiche Leistungsbilanz. Im November durfte der Förderfahrer der ADAC Stiftung Sport erstmals bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC ein hochkomplexes LMDh-Fahrzeug von Porsche in einem Acht-Stunden-Rennen steuern.

Mitte Dezember stürzt sich Heinrich als frischgebackener Werksfahrer wieder in die Arbeit. Am 13. und 14.12. startet er in der Asian Le Mans Series in Sepang/Malaysia.

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