Rennfahrer Laurin Heinrich eilt von Erfolg zu Erfolg. Der 24 Jahre alte Würzburger erkämpfte sich beim legendären FIA GT World Cup in Macau am vergangenen Wochenende einen Platz auf dem Podium. Vom achten Startplatz konnte sich Heinrich mit Umsicht und Nervenstärke nach vorn arbeiten und für sein Team Schumacher CLRT als Dritter einen der begehrten Pokale mit nach Hause nehmen. Nur wenige Tage vorher feierte der Porsche-Vertragsfahrer seine Premiere in der Langstrecken-Weltmeisterschaft im Hypercar. Im technisch hochkomplexen LMDh-Fahrzeug bestritt er gemeinsam mit den Teamkollegen Julien Andlauer und Mathieu Jaminet sein erstes Acht-Stunden-Rennen in der WEC.
„Mit diesem Einsatz in Bahrain ist ein Traum von mir in Erfüllung gegangen. Es war ein so unfassbar großartiges Fahrerlebnis! Wichtiger als die Platzierung auf Rang 14 bewerte ich für mich, dass ich keine gravierenden Fehler gemacht habe und bei den Rundenzeiten gut mithalten konnte. Das macht natürlich Lust auf mehr“, sagte Heinrich über seinen Start im Werksteam von Porsche Penske Motorsport. Der Weltkaderathlet der ADAC Stiftung Sport sammelte für seine Erfolge zahlreiche Flugkilometer: Mit einem Sieg und der gelungenen Unterstützung für den Titelgewinn seines Teamkollegen Vutthikorn Inthraphuvasak im Gepäck reiste er von der Thailand Super Series (1.-2.11.) zurück nach Deutschland, um zu seinem Werkseinsatz nach Bahrain zu fliegen (6.-8.11.). Von dort ging es nach einem knapp 24-stündigen Zwischenstopp in Frankfurt weiter auf die Rennstrecke in Macau (14.-16.11.).
Insgesamt fünf Porsche 911 GT3 R traten beim FIA GT World Cup an. Auf dem engen Leitplanken-Kurs in der chinesischen Glücksspielmetropole Macau wurden im Hauptrennen am Sonntag vier Porsche bereits früh in Zwischenfälle verwickelt. Zunächst geriet Heinrich in Verdacht, seinen Teamkollegen Ayhancan Güven ins Aus geschoben zu haben. Doch die Sichtung von Daten und Videomaterial durch die Sportkommissare ergab, dass Heinrich von einem Konkurrenten gegen Güven geschoben wurde. Heinrich zeigte über 16 Runden ein taktisch kluges Rennen und behielt bis zur Ziellinie die Nerven. „Platz drei in Macau ist wirklich etwas ganz Besonderes für mich. Ich freue mich, allerdings hätte ich meinem Porsche-Kollegen Ayhancan auch den Erfolg gegönnt. Ich konnte nichts dagegen tun, als ich beim Bremsen von hinten angeschoben wurde“, erklärte Heinrich. Für ihn war es der zweite Einsatz auf dem berühmten Guia Circuit. Nach seinem Debüt im vergangenen Jahr im Fahrzeug vom Team Schumacher CLRT konnte er dieses Mal für die engagierte Mannschaft den Bronze-Rang holen.
„Im November blieb keine Zeit zum Durchschnaufen, aber das waren bislang die besten Wochen meines Lebens! Ich durfte mit tollen Menschen zusammenarbeiten und ich habe wahnsinnig viel gelernt. Mein Dank geht an Porsche und an die einsetzenden Teams. Insgesamt durfte ich in diesem Jahr 30 Rennen an 25 Wochenenden auf vier Kontinenten für die Marke bestreiten. Sechs Siege und sieben Podiumsplätze stehen jetzt zum Saisonende in meiner Bilanz. Hinzu kommen zwei Rundenrekorde. In den nächsten Wochen werde ich meinen Akku wieder aufladen und dann bin ich gespannt, was 2026 so alles bringt.“


