Nach IMSA-Rennen in Atlanta Zweiter der Gesamtwertung |
Einen Titel und eine Vize-Meisterschaft erkämpfte sich der Würzburger Rennfahrer Laurin Heinrich beim Saisonfinale der nordamerikanischen Sportwagenmeisterschaft in Atlanta. Beim Zehn-Stunden-Rennen „Petit Le Mans“ lief für Heinrich jedoch leider nicht alles nach Plan. Der 25-Jährige besaß noch rechnerische Chancen auf den Gesamt-Titel in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, doch ein Unfall seines Teamkollegen ließ den Traum zerplatzen und er beendete die Meisterschaft auf Platz zwei. Als Porsche-Werksfahrer im Hybridprototypen sicherte er sich allerdings gemeinsam mit dem Franzosen Julien Andlauer und dem Brasilianer Felipe Nasr die Champion-Krone im Michelin Endurance Cup. Diese Wertung umfasst fünf traditionsreiche Langstreckenrennen im IMSA-Kalender: Daytona (24-Stunden-Rennen), Sebring (12-Stunden-Rennen), Watkins Glen (6-Stunden-Rennen), Road America (6-Stunden-Rennen) und Road Atlanta (10-Stunden-Rennen).
„Auf der einen Seite bin ich enttäuscht, dass ich nicht den Gesamtsieg holen konnte, auf der anderen Seite bin ich froh, dass es meinem Teamkollegen gutgeht und wir den Michelin Endurance Cup gewonnen haben“, erklärte Heinrich nach den Feierlichkeiten in Atlanta. Dass Renn-Aus rund 90 Minuten vor Rennende hing dem Youngster trotzdem nach, denn Heinrich lag bei dem Rennen im Bundesstaat Georgia streckenweise in Führung.
Der Weltkader-Athlet der ADAC Stiftung Sport, der im Januar als Neueinsteiger im Porsche 963 direkt das legendäre 24-Stunden-Rennen in Daytona gewann, blickt im Oktober auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Eine bei rund 300 km/h aufgesprungene Seitentür im Road-Atlanta-Rennen, zahlreiche Reiseabenteuer mit Flugverspätungen und verlorenem Gepäck und bislang insgesamt 18 Rennwochenenden auf vier Kontinenten – Heinrichs Leben als Profi-Rennfahrer kennt keine Langeweile.
„An 18 Rennwochenenden stand ich bislang zwölf Mal auf dem Podium. Damit kann ich sehr zufrieden sein. Und das ist noch nicht das Ende meiner Saison“, erklärte Heinrich mit einem Schmunzeln. Am kommenden Wochenende (9. bis 11. Oktober) fährt der Porsche-Pilot ein weiteres Rennen in den USA. Auf Heinrichs Lieblingsrennstrecke Indianapolis startet er für Wright Motorsports im Finallauf der Intercontinental GT Challenge.


