Laurin Heinrich gewinnt legendäres 24-Stunden-Rennen von Daytona

26. January 2026

Sensationeller Porsche-Werksfahrer-Einstand für den Würzburger Rennfahrer Laurin Heinrich! Im 24-Stunden-Rennen von Daytona im US-Bundesstaat Florida holte sich der 24-Jährige am vergangenen Wochenende gemeinsam mit dem Brasilianer Felipe Nasr und Julien Andlauer aus Frankreich den Gesamtsieg.

Für den Weltkader-Athleten der ADAC Stiftung Sport war es der bislang größte Erfolg seiner Motorsport-Karriere. „Ich bin überwältigt und unfassbar glücklich. Über die letzten Jahre habe ich mich vom Porsche Sports Cup über den Carrera Cup bis zum Werksfahrer nach oben gearbeitet. Meine Ernennung zum Porsche Junior war da auch ein wichtiger Schritt. Dann bekomme ich meinen ersten Einsatz im Hypercar mit Porsche Penske Motorsport in der IMSA-Serie und sofort gewinne ich eines der größten Langstreckenrennen weltweit. Ein unglaublicher Moment in meiner Laufbahn, für den ich Porsche sehr dankbar bin“, beschreibt Heinrich seine Gefühlslage nach dem historischen Triumph in der nordamerikanischen Sportwagenmeisterschaft.

Zu Beginn der 64. Auflage des Traditionsrennens erwischte Heinrichs Teamkollege Nasr vom dritten Rang einen idealen Start und schob sich bereits in der ersten Runde auf die Führungsposition nach vorne. Fortan lieferte das Trio eine überzeugende Leistung und bestimmte das Tempo an der Spitze. In seinem erst zweiten Rennen im rund 680 PS starken Porsche 963 zeigte der Unterfranke eine eindrucksvolle Performance und fuhr von den drei Piloten sogar die schnellste Rundenzeit. Im weiteren Verlauf wechselte sich das Trio planmäßig im Cockpit ab, während die Crew das Auto mit präzisen Stopps und optimaler Strategie im Rhythmus hielt. Kurz bevor es ins letzte Rennviertel ging, forderte dichter Nebel die Fahrer heraus. Andlauer, der sich zu diesem Zeitpunkt im Fahrzeug befand, machte keine Fehler und übergab an Heinrich. Nachdem sich die Sicht verbesserte, erfolgte der Re-Start. Der gebürtige Kürnacher ließ dabei keine Zweifel aufkommen und verteidigte den ersten Platz mit absoluter Entschlossenheit bis zum Ende seines Stints.

Im Schlussteil spitzte sich der Kampf um den Gesamtsieg noch einmal zu und entwickelte sich zu einem engen Thriller bis zur Zielflagge. Nach 24 Stunden entschieden Heinrich, Andlauer und Nasr das Rennen mit lediglich 1,569 Sekunden Vorsprung für sich. „Ich habe die Endphase mit großem Herzklopfen verfolgt. In so einem Rennen kann bis zum Schluss noch so viel passieren, aber Felipe hat das super nach Hause gebracht“, beschrieb der Unterfranke den finalen Abschnitt.

Der Daytona International Speedway feierte beim spannenden IMSA-Rennen einen Zuschauerrekord. „Die vielen Fans haben sich bei unserem Sieg total mitgefreut. Das ist in den USA immer eine richtig emotionale Sache. Ich mag das sehr“, berichtet Heinrich. Der Teamneuling setzte in Daytona auch optisch ein Zeichen: Zum Saisonauftakt der IMSA WeatherTech Sportscar Championship trug Heinrich erstmals seinen neuen Stilo-ST6-Helm, der mit weißer Grundfarbe sowie rot-schwarzen Akzenten das Design des Porsche 963 aufgriff.

Der Daytona-Sieg war für Porsche und Porsche Penske Motorsport bereits der dritte in Folge – und traf damit auch den passenden Rahmen für zwei Jubiläen. Porsche eröffnete die Saison von „75 Jahre Porsche Motorsport“ direkt mit einem Triumph, während die Traditionsmannschaft von Teamgründer Roger Penske im Jahr ihres 60. Geburtstags in Daytona sofort das nächste Ausrufezeichen setzte. „Bei so etwas Historischem dabei zu sein, ist der Wahnsinn. Diesen Moment werde ich niemals vergessen“, sagte der Youngster nach dem Rennen.

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