Nach seinem Daytona-Sieg wartet auf den Würzburger Profi-Rennfahrer Laurin Heinrich die nächste Herausforderung in den USA. Auf der Strecke von Sebring im Bundesstaat Florida wird am kommenden Wochenende (Start am 21. März) das legendäre Zwölf-Stunden-Rennen ausgetragen, bei dem Heinrich im vergangenen Jahr den ersten Platz in seiner Fahrzeugklasse erkämpfte. In dieser Saison darf er als frisch verpflichteter Porsche-Werksfahrer im Hypercar antreten. Der Paukenschlag-Auftakt mit dem Erfolg beim 24-Stunden-Rennen in Daytona in der LMDh-Königsklasse katapultierte den 24-Jährigen in die Annalen des Motorsports. Doch der Weltkaderathlet der ADAC Stiftung Sport bleibt auf dem Boden: „Mich haben unfassbar viele tolle Glückwünsche nach unserem Sieg erreicht. Das war der Wahnsinn! Trotzdem darf man nicht vergessen, dass ich ein Rookie in diesem Auto bin. Mit Sebring liegt die nächste anspruchsvolle Aufgabe vor uns. Aber ehrlich gesagt, bin ich ein Fan dieser buckligen Strecke, wo Zuschauer direkt nebendran campieren, ein Barbecue veranstalten und eine richtig gute Zeit haben“, erklärt Heinrich.
Der 6,02 Kilometer lange Sebring International Raceway gilt aufgrund seiner Bodenwellen als Herausforderung für Fahrzeug und Fahrer. Das Einsatzteam Porsche Penske Motorsport hat sich mit Testkilometern vorbereitet, Heinrich hat an den Stellschrauben des Profi-Piloten gedreht. „Mein Sportprogramm ist in den vergangenen Monaten noch intensiver geworden. Ich möchte einfach topfit sein. Auch beim Thema Ernährung lässt sich immer noch etwas verbessern. Momentan bin ich ein Oliven-Freak: Ich verwende extrem hochwertiges Oliven-Öl beim Kochen. Während ich an der Strecke bin, schmiere ich mir Brote mit Olivenpaste. Ich habe das Gefühl, die ungesättigten Fettsäuren stärken mein Herz-Kreislauf-System. Natürlich verwende ich das Öl nicht literweise, aber ich beschäftige mich grundsätzlich gern mit gesundheitsrelevanten Aspekten“, verrät Hobbykoch Heinrich.
Brodeln wird es in der nordamerikanischen Sportwagenmeisterschaft beim Sebring-Rennen auf jeden Fall. Die starke Konkurrenz möchte nichts anbrennen lassen und Experten rechnen mit einem engen Kampf um die Punkte. Spannung herrscht bereits am Freitag, wenn die Piloten ab 16:25 Uhr deutscher Zeit im Qualifying um die Pole-Position fahren. Am Samstag nimmt Heinrich ab 15:10 Uhr (MEZ) einen der begehrten Plätze auf dem Podium ins Visier. Auf dem kostenlosen YouTube-Kanal der IMSA sowie auf IMSA-TV ist der Langstrecken-Klassiker mit englischem Kommentar in voller Länge zu sehen. Eine deutschsprachige Übertragung bietet der Pay-TV-Sender Motorvision an.


