Makellose Hypercar-Bilanz in Nordamerika
Die Erfolgsfahrt in den USA ging weiter: Der Rennfahrer Laurin Heinrich aus Würzburg feierte am vergangenen Samstag im Porsche 963 von Porsche Penske Motorsport den zweiten Saisonsieg in der nordamerikanischen Sportwagenmeisterschaft. Gemeinsam mit Felipe Nasr aus Brasilien und dem Franzosen Julien Andlauer stemmte er nach dem Zwölf-Stunden-Rennen von Sebring die Siegertrophäe voller Stolz in die Höhe. Für den 24-jährigen Porsche-Werksfahrer war es in diesem Jahr bereits der zweite große Triumph, nachdem er schon zum Auftakt das 24-Stunden-Rennen von Daytona gewann und nun auch den nächsten Langstreckenklassiker im US-Bundesstaat Florida für sich entschied. Damit sicherte sich Heinrich mit dem Werksteam in der Summe auch den Sieg über die inoffiziellen „36 Stunden von Florida“. Zudem knüpfte er dort auch an ein Erfolgserlebnis aus dem Vorjahr an, als er im „Rexy“-Porsche von AO Racing in der GTD-Pro-Klasse siegreich war. „Ich fühle mich wie in einem Traum, der wahr geworden ist. Gemeinsam mit Porsche bei zwei solcher Highlights ganz oben auf dem Podium zu stehen, macht mich unglaublich stolz. Zudem war es der 20. Porsche-Sieg in Sebring, was dieses Erlebnis noch einmal außergewöhnlicher macht“, sagte der Weltkaderathlet der ADAC Stiftung Sport überglücklich.
Bei sonnigen Bedingungen und einer Außentemperatur von 18 Grad Celsius startete Nasr am Samstagmorgen von der sechsten Position ins zweite Rennen der IMSA WeatherTech Sportscar Championship. Der Brasilianer war direkt in zahlreichen Positionskämpfen gefordert und übergab den Porsche 963 kurz vor dem Abschluss der zweiten Rennstunde an Heinrich. Der gebürtige Kürnacher zeigte sofort Präsenz und fand nach dem Stopp schnell in den Rhythmus. Heinrich überzeugte von der neunten Position aus mit einer beeindruckenden Aufholjagd und übernahm in der 69. Runde die Führung. Nach beinahe drei Stunden neutralisierte eine Safety-Car-Phase das Feld und der Porsche-Pilot nutzte die Gelegenheit für einen Tankstopp. Anschließend reihte er sich auf der zweiten Position ein und verteidigte diesen Rang bis zum nächsten Fahrerwechsel. Andlauer kam darauf schnell zurück an die Spitze und verwaltete sie bis zum Ende seines Stints.
Im weiteren Verlauf lag das schlagfertige Trio bis auf wenige Runden fast ausschließlich auf der ersten Position. Eine erneute Safety-Car-Phase, die 16 Minuten vor Schluss endete, brachte noch einmal Dynamik in das Rennen, doch Nasr sicherte den Triumph und überquerte die Ziellinie als Gesamtsieger. Hinter ihm kam das Schwesterauto mit dem Franzosen Kévin Estre ins Ziel, der damit einen historischen Doppelerfolg für das Team Porsche Penske Motorsport perfekt machte. „Das komplette Team hat unglaublich energisch für diesen Sieg gearbeitet. Es lief alles wie geschmiert. Das lag vielleicht auch daran, dass ich in der letzten Zeit so viel hochwertiges Olivenöl beim Kochen verwendet habe“, scherzte Heinrich, der nach zwei Topleistungen in einer hart umkämpften Meisterschaft wie der IMSA-Serie allen Grund zum Lachen hatte.


