Meisterschaftsentscheidung erst beim Finale in Atlanta

21. September 2026

Überholen bis zum Podium: Heinrich erkämpft für Porsche Platz drei |

Der Würzburger Rennfahrer Laurin Heinrich nimmt aus Indianapolis nach einem spektakulären Rennen einen Pokal für den dritten Platz mit nach Hause und wahrt seine Titelchancen in der nordamerikanischen Langstreckenmeisterschaft. Beim vorletzten IMSA-Saisonlauf arbeitete sich der 24-jährige Porsche Werkspilot gemeinsam mit seinem Teamkollegen Kevin Estre von Startplatz acht bis auf das Siegerpodest nach vorn. Im Prototypen-Fahrzeug Porsche 963 mit der Startnummer sechs feierte Heinrich das Podium gemeinsam mit der Mannschaft von Porsche Penske Motorsport. Nach seinem Sensationssieg am vergangenen Wochenende beim 1000-Kilometer-Rennen von Suzuka bleibt der Weltkader-Athlet der ADAC Stiftung Sport weiter in der Erfolgsspur.

„Als ich im Januar mein erstes IMSA-Rennen im Hypercar fahren durfte, habe ich im Leben nicht daran gedacht, dass ich jetzt beim Meisterschaftskampf dabei sein kann. Verschiedene Autos, verschiedene Teams und jede Crew hat mich mit offenen Armen aufgenommen. Dafür kann ich nicht dankbar genug sein. Für den Einsatz all dieser Menschen fahre ich mir die Seele aus dem Leib und freue mich über den gemeinsamen Erfolg“, erklärte Heinrich nach der Siegerehrung auf dem Indianapolis Motor Speedway. Nachdem das Rennen auf Heinrichs Lieblingsstrecke mit einem Schreckmoment durch die Kollision zahlreicher Fahrzeuge begonnen hatte, startete eine Zeitenjagd mit spannenden Positionskämpfen. Das finale Überholmanöver von Platz vier auf Platz drei gelang Heinrich rund 35 Minuten vor Rennende.

Zu Jahresbeginn war der Youngster zunächst nur für drei amerikanische Rennen eingeplant. Doch nach den Siegen in Daytona und Sebring mit Porsche Penske Motorsport und dem Team der Startnummer sieben bekam er die Chance auf weitere Einsätze in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship. Im Kundenteam JDC-Miller MotorSports gewann er zur Überraschung der Fachwelt auf der Strecke von Laguna Seca. Ein Podium in Watkins Glen und Platz zwei in Road America sorgten für zahlreiche Punkte in der Gesamtwertung. Für Indianapolis bekam Heinrich die Möglichkeit, für Porsche Penske Motorsport im Fahrzeug mit der Startnummer sechs zu fahren.

Vor dem letzten Rennen in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) liegt Heinrich 147 Zähler hinter dem britischen Spitzenreiter Jack Aitken. „Den Fahrertitel in der IMSA zu gewinnen, wäre als Hypercar-Rookie natürlich ein Traum. Und von diesem American Dream träume ich bis zum Finale“, so Heinrich mit einem Grinsen. Der im fränkischen Kürnach aufgewachsene Motorsportler bekommt beim „Petit Le Mans“ vom 2. bis 4. Oktober heimische Unterstützung. Vater Harald Heinrich, der seinen Sohn Laurin seit dessen Kartkarriere unterstützt und in Kürnach einen Autohandel betreibt, wird vor Ort beim Zehn-Stunden-Rennen die Daumen drücken.

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